Werbeperlen 48 – Tebonin

Ich möchte mich mit diesem Post einem schwierigen Thema widmen: Werbung für Medikamente.

 

Liebe Pharmahersteller,

ich verstehe, dass ihr die Funktionsweise eurer Pillen erklären müsst und der Kunde wissen will, wie es heißt und wogegen es hilft. Aber warum sind die Spots immer gleich? Warum immer überdurchschnittlich alte Menschen, aber ohne graue Haare, die in immer gleichen hölzernen Mono- und Dialogen erläutern, warum das Produkt ihr Leben verändert und dabei die Präparateschachtel aufmerksamkeitsstark ins Bild halten? "Ich habe viel um die Ohren, aber das ist okay – was mich wirklich nervt, sind diese ständigen Ohrgeräusche!"liefert mir als Zuschauer keinen inhaltlichen Mehrwert. Jede andere Einleitung und jedes andere Krankheitssymptom hätten genauso gepasst: "Ich trinke sehr gerne Buttermilch – was mich wirklich nervt, sind diese ständigen Darmbeschwerden!". Das bleibt weder im Kopf noch rede ich darüber. Schlimmer noch: im entscheidenden Moment in der Apotheke habe ich wahrscheinlich sowohl den Markennamen vergessen als auch, wogegen es noch mal hilft.

 

Ich weiß nicht, wer Werbung wie diese macht. Aber da ist aus meiner Sicht viel Platz nach oben.

 

 

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